Die Breite der Glaubensgemeinschaften, spirituellen Gruppen und Praktiken ist heute größer denn je. Die Motive der Spiritualität sind sehr vielfältig: sie kann der Kontemplation dienen, als Ausgleich zur Leistungsgesellschaft verstanden werden, der Selbstoptimierung dienen oder neue Sinnsuche ermöglichen.
Hier finden Sie zukunftsweisende Projekte, insprierende Expert:innen und aufschlussreiche Inhalte zur Zukunft der Spiritualität.
Spiritualität ist die die innere Erfahrung der (Be-)Deutung von Welt und des eigenen Lebens und die daraus resultierende Orientierung und Lebenspraxis.
Sie ist eine wesentliche Dimension des Menschseins. Ein inneres Warum, gesammelte Erfahrungen und auch Glaube. In der Spiritualität geht es vor allem um größere Sinnzusammenhänge – von geistig-geistlicher Orientierung bis zur individuellen Lebenspraxis eines Menschen.
Damit ist Spiritualität mehr als „nur“ Religion. Sie ist ein verinnerlichtes Welt- und Selbstgefühl, eine innere Haltung zum Leben.
Spiritualität ist in den vergangenen Jahren zu einer größeren Bewegung innerhalb der Gesellschaft geworden. In ihren Ausprägungen differenziert sie sich immer stärker aus – von neuen Glaubensgemeinschaften bis zu Achtsamkeitsgruppierungen.
Was steckt hinter dieser Entwicklung? Ist sie nur ein kurzfristiger Hype, eine Modeerscheinung – oder deutet dieser Trend auf langfristige und tiefgreifende Verschiebungen und Bedürfnisse in der Gesellschaft hin?
Die Trend- und Zukunftsforschung öffnet einen neuen Blick auf die zukünftige Rolle von Spiritualität. Sie untersucht die prägenden Herausforderungen und Chancen der spirituellen Praxis von morgen – und fragt etwa:
Wie verändert sich Spiritualität im digitalen Zeitalter? Was vermittelt Menschen in der Omnikrise Sinn, innere Balance und tiefe Verbindungen zum Leben? Welche Rolle spielen Achtsamkeit oder Meditation in einer zunehmend (ir)rationalen Welt?

Der Zukunftssalon Spiritualität gab Einblicke in die Zukunft der Spiritualität und der Religion. In verschiedenen Impulsen wurden die individuellen und gesellschaftlichen Funktion von Spiritualität sowie ihrer Bedeutung für den gesellschaftlichen Wandel diskutiert – und zugleich ein Blick in die Zukunft geworfen: Wo fügen sich neue Bewegungen zusammen? Und welche Rolle kann Spiritualität künftig einnehmen?

Der Campus Vivorum in Süßen / Baden-Württemberg ist das Leuchtturmprojekt zum „Friedhof der Zukunft“. Im Zukunftspark werden neue Erkenntnisse, Denk- und Gestaltungsansätze zur „heilsamen Trauer“ erlebbar. Der Campus liefert reale Beispiele dafür, wie spirituelle Begegnungsstätten des Abschieds in Zukunft aussehen können.
In individuell zugeschnittenen Formaten beantworten wir Ihre Fragen zur Zukunft der Spiritualität.

Ein Auszug aus „Future People – Menschen von morgen“.
Die Bildstrecke erzählt „soziotopische“ Geschichten von morgen: kleine Social-Fiction-Storys aus dem verbleibenden 21. Jahrhundert.
„Im Jahr 2080 haben sich die großen monotheistischen Religionen weitgehend aufgelöst. Aus ihren Resten formte sich die „Weltkirche der Wahren Transzendenz“. Ihren Kern bildet eine heilende Priesterkaste: die Sinnsager – Männer und Frauen, die als professionelle Seelsorger:innen, Lebensphilosoph:innen und Mind-Coaches jedem Menschen zur Verfügung stehen.
Damit ersetzen die Sinnsager auch die Psychobots – jene therapeutischen Roboter, die eine Zeit lang zur psychologischen Betreuung der Menschen eingesetzt wurden, sich dabei aber als völlig unfähig erwiesen. Die Sinnsager gehen mit ihren Klient:innen eine tiefe priesterlich-spirituelle Beziehung ein, die lebenslang dauern kann.“
Im 21. Jahrhundert erlebt das Religiöse ein Comeback: als Hybrid aus Glauben und Nichtglauben. Ein Ausblick in die Zukunft der Religion.
Wo befinden sich die schönsten, die ruhigsten, die erhabensten Räume einer Stadt, einer Kleinstadt oder eines Dorfes? Die Antwort ist ganz einfach: Es ist der Friedhof. Zukunftsforscher Matthias Horx über die Zukunft der Friedhöfe.
Die Bewegung des inneren Wandels formt eine neue Zukunftsperspektive jenseits der Omnikrise.
Wie wir die Zukunfts-Resignation überwinden und ein neues Zeitgefühl kultivieren.