Ein Auszug aus Beyond 2024 – Das Jahrbuch für Zukunft.
20. April 2026
Werner Tiki Küstenmacher ist evangelischer Pfarrer und arbeitet seit 1990 als freiberuflicher Autor. Sein 2001 erschienener Bestseller „Simplify Your Life“, eine Anleitung zur Vereinfachung und Verbesserung des Lebens, wurde in 40 Sprachen übersetzt.
Ist Religion out? Zwar gehören 84 Prozent der Weltbevölkerung einer Religion an (vgl. Kanning 2019), Tendenz sogar steigend. Doch in Deutschland sind die Austritte aus den beiden großen christlichen Kirchen konstant hoch: 43,8 Prozent der Deutschen sind offiziell konfessionslos (vgl. Fowid 2023). In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die westliche Welt immer mehr von der Religion abgewendet. Der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins hält Religion sogar für irrational, fortschrittsfeindlich und zerstörerisch:
„Stellen wir uns eine Welt vor ohne Religion. Es gäbe keine Selbstmordattentäter, es hätte keinen 11. September 2001 gegeben, keine Kreuzzüge, keine Hexenverfolgungen, keinen Konflikt zwischen Israel und Palästina, keine Massaker in Bosnien.“ (vgl. Dawkins 2007)
Das sitzt, selbst wenn es wohl nur die halbe Wahrheit ist. Denn es ist auch im Namen des Atheismus gemordet worden. Dennoch ist die Tatsache, dass nach den dunklen Zeiten der mittelalterlichen Glaubenskriege weltweit immer noch Menschen aus religiösen Gründen ermordet werden, verstörend. Kann es sein, dass die Zukunft der Religion so finster aussieht, weil diese aus Menschen Mörder machen kann? Wäre also eine Zukunft ohne Religion besser? Oder ist es eher eine Frage der Qualität: Muss die Religion selbst besser werden?
Ein Modell, mit dem sich diese Frage möglicherweise beantworten lässt, ist die Ebenentheorie des US-Psychologen Clare Graves (1914–1986). Seine Schüler Don E. Beck und Christopher C. Cowan entwickelten dafür einen einprägsamen Farbcode und nannten das Modell „Spiral Dynamics Integral“ (vgl. Beck/Cowan 2007). Es beschreibt die Entwicklung des Bewusstseins im Laufe der Menschheitsgeschichte, die jeder Mensch in seinem eigenen Leben in ebendieser Reihenfolge wiederholt. Jede Bewusstseinsebene wird von einer Farbe repräsentiert, von Beige bis Türkis.
Die erste Bewusstseinsebene kennzeichnet den Übergang vom Tier zum Menschen. Auf der Beige-Ebene konzentriert sich das Bewusstsein komplett egoistisch auf das nackte Überleben des Einzelnen. Nahrung, Wasser, Wärme und Sicherheit haben oberste Priorität. Unter extremen Bedingungen, Lebensgefahr, Krankheit oder Depression erleben Menschen das noch heute.
Beige beschreibt den Zustand des hilflosen Neugeborenen.
Vor etwa 50.000 Jahren fingen Menschen an, sich in Clans und Stämmen zusammenzuschließen, um ihr Überleben zu sichern. Die Purpur-Ebene bedeutet eine entscheidende Werteverschiebung vom Ich zum Wir. Heilige Feste, Rituale und persönliche Passageriten (Pubertät, Hochzeit, Beerdigung) werden als Gruppenevents begangen. Die Welt hat magische Züge, es wimmelt von übersinnlichen Wesen. Heilige Symbole und Sakramente dienen dem Zusammenhalt. Auch heute noch können Kinder Stofftiere als lebendig empfinden, und Erwachsene tragen „magische“ Amulette oder Glücksbringer.
Purpur bringt gute und böse Geister – es ist lebenswichtig, sich mit den guten zu verbünden.
Im Übergang zur „roten“ Gesellschaft lösen sich Einzelne aus der magischen Einbettung in ihre Stämme oder Clans. Sie wehren sich gegen die Tabus und heiligen Riten, die sie als Abhängigkeit und Unterdrückung empfinden, und wagen kreative Aufbrüche. Es gilt, Neuland zu erobern und Feinde zu schlagen. Auf dieser Bewusstseinsebene bilden sich Gemeinschaften durch eine Hierarchie der Gewalt: Der Stärkste ist der Mächtigste, ständig bedroht von möglicherweise noch Stärkeren. Mafia und Terrorgruppen sind „rote“ Organisationen. Kinder erleben diese „rote“ Ich-Energie in der Trotzphase.
Rot teilt die Welt ein in Starke und Schwache – daher ist es wichtig, zu den Starken zu gehören.
In einer „blauen“ Gesellschaft kann auch der oberste Herrscher nicht tun, was er will, denn es gibt ein heiliges Gesetz, das über allem steht. Die Blau-Ebene schafft Ordnungen, beschreibt Werte und Tugenden, fällt Urteile, verhängt Strafen. Und es passiert etwas Revolutionäres: Menschen verinnerlichen das heilige Gesetz. Es entstehen Moralvorstellungen, sinnstiftende Traditionen, Gehorsam. Große Königreiche werden möglich, in denen sich kulturelle Höchstleistungen entwickeln in den Bereichen Architektur, Kunst und Musik. In der Blau-Ebene entwickeln sich Tugenden wie Treue, Ordnung, Höflichkeit. Die großen monotheistischen Weltreligionen entstehen – mit einem erlösenden Jenseits, das die moralisch Guten belohnt.
Blau erschafft Heilige und auf ewig verdammte Sünder – darum sollte man Gutes tun.
Nach vielen Jahrhunderten Konzentration aufs Jenseits beginnt die Menschheit auf der „orangen“ Bewusstseinsstufe, das Diesseits zu erforschen. Aufklärung und Moderne schaffen einen neuen Menschentyp: ich-bewusst, freiheitsliebend, forschend und alles hinterfragend. Moderne Staaten, das Finanzsystem und Industrien bilden sich. Niemand muss mehr an Gott glauben, um die Weltdeutung kümmert sich die Wissenschaft. Es regieren nicht mehr feudale Aufpasser, sondern Wettbewerb und Markt.
Orange schafft Gewinner und Verlierer – also streng dich an, um zu den Gewinnern zu gehören.
Als in den Weltkriegen Materialismus und Leistungsdenken auf schreckliche Weise an ihre Grenzen stoßen, wird der Ruf laut nach mehr Wir-Gefühl und Menschlichkeit. Nach dem Äußeren wird jetzt das Innere erforscht, Psychologie wird die neue „grüne“ Leitwissenschaft. Alle Menschen sind gleich, Minderheiten und Benachteiligte werden gewürdigt und integriert. Mann und Frau sind gleichberechtigt. Die Erde darf nicht länger ausgebeutet werden. Entscheidungen müssen auf Konsens beruhen, was wegen Dauerdiskussion zu Stillstand führen kann.
Grün macht alle Menschen gleich – unterscheidet aber zwischen sensiblen, bewussten Menschen und unsensiblen, unbewussten.
Der „grüne“ Traum von der Gleichheit hat auch seine Tücken. So fühlen sich die besonders Fleißigen und Pfiffigen eingeschränkt, weil sie immer mehr Rücksicht nehmen sollen auf die Benachteiligten. Das führt zu einer neuen Sehnsucht nach Freiheit und Selbstverantwortung. Heute leben wir in diesem Übergang von Grün zu Gelb: Wieder machen sich Einzelne auf und durchbrechen die bisherigen Tabus. Sie nutzen Technologien wie das Internet auf ständig neue, überraschende Weise. Sie sind wendig, pfeifen auf materielle Symbole, vernetzen sich international und verstehen – als die erste aller Bewusstseinsebenen – die Entwicklung dieser Ebenen. Das neue „gelbe“ Bewusstsein hält Paradoxien aus.
Gelb präsentiert die menschliche Gesellschaft als großartigen, chaotischen Organismus, der sich natürlich und fließend weiterentwickelt.
Türkis ist die nächste Bewusstseinsebene, die sich bereits am Horizont anbahnt. Sie schafft ein neues Wir-Bewusstsein, das die Welt als elegant ausbalanciertes System ineinandergreifender Kräfte begreift und einen spielerischen, minimalistischen Lebensstil pflegt.
„Spiral Dynamics Integral“ ist nicht die Wirklichkeit. Es ist ein Modell, das Wirklichkeit erklären und Entwicklungen verdeutlichen will. Vielen kommt es auf den ersten Blick typisch amerikanisch vor: optimistisch und fortschrittsgläubig. Das waren seine Väter aber keineswegs. Don E. Beck war als Berater von Nelson Mandela maßgeblich beteiligt am Transformationsprozess in Südafrika nach dem Ende der Apartheid. Er hat dabei mehrfach erlebt, wie Menschen eine neue Bewusstseinsebene erreicht hatten und durch äußere Einflüsse in die alte zurückfielen. Davor ist keine Nation gefeit, wie die USA, Russland und andere derzeit schmerzlich vorführen.
Der Begriff „Integral“ steht für die wichtigste Idee dieses Modells: Die einzelnen Ebenen sind nicht Stufen einer Entwicklungstreppe, sondern neue Räume, komplexe Erweiterungen. Wenn sich das Bewusstsein eines Menschen oder einer gesellschaftlichen Gruppe weitet, gibt es zunächst eine Phase des Kampfs und der Ablösung von der bisherigen Ebene. Aber nach dieser notwendigen Abgrenzung vom Alten besteht die Hauptaufgabe darin, die neue und die bisherigen Ebenen zusammenzuhalten und -zudenken, sie zu „integrieren“.
Betrachtet man die Beschreibungen der Bewusstseinsebenen genauer, wird deutlich, dass Religion dabei eine wichtige Rolle spielt. Von Purpur bis Blau ganz explizit, in Orange zum Teil als bewusste Ablehnung von Religion. Der US-Philosoph Ken Wilber nennt es „Das Förderband der Religionen“ (vgl. Wilber 2007). Denn parallel zu den Bewusstseinsebenen entwickeln sich auch die Religionen weiter.
Anschaulich lässt sich das betrachten in der Entwicklung der jüdischen Religion, wie sie im Alten Testament beschrieben wird: Die vielfältigen „purpurfarbenen“ Regional- und Stammesgottheiten sind immer wieder dem „roten“ Kriegsgott Jahwe unterlegen, dem die aggressiven jüdischen Nomaden ihre Kampfkraft verdanken. Als sie ihren erfolgreichen Warlord David zum König krönen, vollziehen sie den großen kulturellen Schritt zur „blauen“ Hierarchie, dem später die Gesetzestafeln und der Bau eines Tempels folgen. Der jüdischen Diskussionskultur gelingt es im Buch Hiob sogar, dieses neue Bild eines allmächtigen Gottes zu hinterfragen: Der vorbildlich fromm und untadelig lebende Hiob besteht darauf, dass er einen Vertrag mit Gott hat – den Gott gebrochen hat. Ein großes erstes Aufleuchten des „orangen“ Bewusstseins.
Ein wichtiger Treibstoff für den Übergang von einer Ebene auf die nächste sind die großen Mythen und die heiligen Schriften. Hier sind die Weltreligionen in der Pflicht. Sie allein verfügen über die Deutungshoheit. Sie sind die einzigen Systeme, die Menschen helfen können, sich auf den Bewusstseinsebenen auch spirituell weiterzuentwickeln, von Rot über Blau und Orange zu Grün, Türkis – und darüber hinaus. „Nur die Weltreligionen“, so Wilber, „können diese Ebenen für legitim, heilig und akzeptabel erklären und innerhalb ihrer eigenen Überlieferungen freigeben“ (vgl. ebd.).
Sehr viel hängt davon ab, ob es den Religionen – hierzulande den Kirchen – gelingt, ihre Fixierung auf die mythische Blau-Ebene hinter sich zu lassen und sich den rationalen und transrationalen Entwicklungsebenen zu öffnen. Die Aufgabe ist groß, aber nicht unlösbar. In jeder Kirche und jeder Religion gibt es Vordenkende, die geistig den Weg in die nächsten Bewusstseinsstufen längst vorbereitet haben.
Religion und Glaube sind voller Streitpunkte und Missverständnisse, vollgepackt mit Emotionen und Empfindlichkeiten. Geht es um Glauben und Unglauben, werden ansonsten friedliche Leute plötzlich angriffslustig – und Menschen, die sonst hart sind im Nehmen, überraschend verletzlich. Ken Wilber hat ein elegantes Konzept entwickelt, mit dem sich etwas Ordnung in das Wirrwarr religiöser Vorstellungen bringen lässt (vgl. ebd.). Es orientiert sich an den drei Redeformen der Sprache: ich, du, er/sie/es. Sie stehen für drei fundamental unterschiedliche Arten, an etwas so schwer Fassbares wie das Göttliche, den Geist oder die Spiritualität heranzugehen.
Wird über Glauben, Religion, Werte oder Gott diskutiert, geschieht das in der dritten Person: Gott existiert. Gott ist ein Geheimnis. Gott ist groß. Er hat diese Welt erschaffen. In allen Religionen gibt es Geschichten über Gott oder das Göttliche. Berichte über den Anfang von allem. Auch der Atheismus oder religiöse Unmusikalität (wie es der Sozialwissenschaftler Max Weber formulierte) denkt und spricht in der dritten Person: Gott gibt es nicht.
Gott und das Göttliche so zu denken, bleibt eine Vorstellung, eine Idee. Menschen sind davon fasziniert oder darüber erzürnt, doch es verändert ihr Leben nicht wirklich. Das ist typisch für die Sichtweise der dritten Person: Auf der einen Seite der beobachtende, staunende Mensch, und auf der anderen Seite Gott, das höhere Sein, der ewige Geist. Zwischen beiden besteht keine Beziehung.
Nicht über Gott reden, sondern mit ihm – das ist die enorme Leistung der großen Religionen wie des Judentums, des christlichen Glaubens und des Islam. Sie haben gewagt, mit diesem göttlichen Wesen Kontakt aufzunehmen.
Dieses Du ist ganz anders als das zwischen zwei Menschen. Es ist das große Du, die Liebe selbst, das Leben an sich, die Wahrheit schlechthin, das ewige Licht. Eine Beziehung zwischen Partnern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. In der Thora wird staunend berichtet, wie der Mensch Mose Gott nach seinem Namen fragt, und die rätselhafte Antwort bekommt: „Ich bin, der ich bin“, jehi wa jehi, Jahwe. Ein Name, den man nicht aussprechen darf, weil kein Name diesem unendlich anderen Du angemessen wäre. Trotzdem beantwortet Gott die Frage, was eigentlich paradox ist. Womit wohl gesagt werden soll: Obwohl Gott und Mensch getrennt sind durch Dimensionen von Denken und Sein, will Gott mit dem Menschen eine Beziehung haben.
Im Islam wird das ausgedrückt durch die hundert Namen Gottes, von denen der hundertste unbekannt ist, damit klar wird: Niemals werdet ihr Gott so beschreiben können wie die anderen Personen und Gegenstände, denen ihr eindeutige Namen geben könnt. Um mit Gott in Beziehung zu treten, müsst ihr ihn lieben, bis es schmerzt. Ihr müsst euch hingeben, bis es euch nicht mehr gibt und euer kleines Ich nicht mehr im Weg ist. Das Göttliche ist immer größer als ihr. Begegnet ihm in Demut und Dankbarkeit, in Andacht und Anbetung.
Auch wer das Göttliche in der dritten Person ablehnt, kann es in der zweiten Person erleben. Steht eine Person vor einer vielleicht tödlichen Diagnose, kann sie durchaus den brennenden Wunsch verspüren, mit etwas Größerem, dem Leben selbst, der Natur oder was auch immer ins Gespräch zu kommen: es zu bitten, anzuflehen, mit ihm zu verhandeln – oder auch nur zu verfluchen.
Die Entdeckung der ersten Person Gottes ist der Weg der Mystikerinnen und Mystiker in allen Religionen. Ihnen hat es nicht genügt, nur in der dritten Person über Gott und in der zweiten Person mit ihm zu sprechen. Sie haben sich auf den Weg in ihr tiefstes Innerstes gemacht und in allen Religionen das Gleiche entdeckt: Sie selbst und das Göttliche sind verschmolzen, vereint, identisch. Gott in mir, ich in Gott. Eine Erfahrung, die sich nicht in Worte fassen lässt.
Die verschiedenen Weltreligionen haben jeweils eine Lieblingsform dieser drei Sichtweisen. Christen, Juden und Moslems lieben die zweite Person: Du, Gott. Buddhisten und Hindus sind vertraut mit der ersten Person Gottes. Dass der göttliche Geist in ihnen ist, dass sie aus Gott kommen und zu ihm zurückkehren, ist für sie selbstverständlich. Sie wundern sich eher, dass im Westen so viel über Gott in der dritten Person diskutiert und spekuliert wird. Viele moderne spirituelle Bewegungen tun sich dagegen schwer mit der zweiten Person Gottes. Sie entwickeln Theorien über Strukturen und Systeme, alles in der dritten Person. Daneben wird in Meditation und Versenkung die erste Person praktiziert. Aber es ist ein großes Tabu, sich diesem Größeren hinzugeben, unterzuordnen oder zu verehren.
Viele säkulare Menschen haben sich in ihrer persönlichen Entwicklung abgewandt von einem mythischen Gott, von einem kriegerischen Jahwe oder Allah, der für seine eigenen Leute alle Feinde tötet. Sie können nicht mehr glauben, dass sie Marionetten eines allmächtigen Wesens sein sollen, der jeden ihrer Schritte vorherbestimmt hat. Doch zusammen mit diesen Gottesvorstellungen haben sie eine wesentliche Sichtweise des Göttlichen mit über Bord geworfen: das göttliche, transzendente, unendlich von uns Menschen unterschiedene große Du. Doch idealerweise gehören die sogenannten drei Gesichter des Göttlichen zusammen. Davon würden alle religiösen und unreligiösen Menschen gleichermaßen profitieren.
Wie könnte unter diesen Vorzeichen eine mögliche Zukunft der Religion im 21. Jahrhundert aussehen? Die evangelische Theologin Dorothee Sölle (1929–2003) formulierte bereits vor mehr als 50 Jahren eine Antwort – mit einem griffigen Paradox: Atheistisch an Gott glauben (vgl. Sölle 1968). Denn das Wort „Gott“ kann nicht mehr sein als ein Platzhalter – ein weißer Fleck in Sprache, Denken und Leben, an dem Menschen sagen: Hier ist etwas total anderes. Größer als alles, aber auch kleiner als alles. Mächtiger, aber auch schwächer als alles Vorstellbare.
Das Herauswachsen aus einem Gottesbild, das zu einfach und zu klein geworden ist, kann ausgesprochen schmerzhaft sein. Doch zum Fortschritt des Denkens gibt es keine Alternative – auch nicht für die Religion.